Blog 3: Wissensschatz und Erfahrungsschatz
Ich ging es bei der Suche nach ‚meiner wahren Natur‘ so an, dass ich alles, was es dazu an Wissen und Informationen zu finden gab, feinsäuberlich sammelte, durchdachte, analysierte, und daraus Schlüsse zog.
Kurz gesagt: Das wichtigste Werkzeug, und die bis Dato einzige Möglichkeit für mich herauszufinden, wer ich wirklich bin, war es, das logische Denken und den gesunden Menschenverstand zu gebrauchen. Diese praktischen ‚Werkzeuge des Geistes‘ sind zb. im Berufsleben ganz sicher wichtig. Natürlich auch in sozialen, politischen und gesellschaftlichen Bereichen unabdingbar, und bei alltäglichen Tätigkeiten wie Waschen, Kochen, Autofahren usw. ebenso.
Alles gut. Da ist nichts gegen einzuwenden, schlecht zu reden oder zu verdammen. Aber…
Um der Frage nachzugehen „Wer oder was bin ICH wirklich?“, oder „Was ist meine Wahre Natur?“ war all das nachdenken darüber überhaupt nicht notwendig und hilfreich. Alles Vorwissen über dieses Erwachen durch die Erklärung und Beschreibung anderer, alle spirituellen Konzepte, Überzeugungen, Ideen und tiefsitzenden Glaubensmuster versperrten das einfache, unvoreingenommene, neugierige SCHAUEN auf das, was hier und jetzt wirklich wirklich und vorhanden ist.
Nun hatte ich durch das ‚Suche und Finde Spiel‘ nach 10 Jahren also VERSTANDEN, was gemeint war mit:
„Das ICH ist eine Illusion, es gibt keine Trennung, alles ist eins, ich bin reines Bewusstsein, freies Sein, Verbunden mit dem Leben…. etc.“ Aber REALISIERT? ERLEBT? ERFAHREN, GESEHEN, dass es keine Trennung gibt, das „alles eins“ ist? Nicht wirklich. Alles was da war, waren ein Haufen toller neuer Ideen und neuer Identifikationen, was ich dachte nun zu sein.
Bis zu dem Zeitpunkt, an dem alle Identifikationen wie ein Kartenhaus in sich zusammen fielen. Ausgelöst durch das einfache, unvoreingenommene, spielerische und neugierige hinschauen/wahrnehmen, was hier und jetzt tatsächlich erlebt werden kann (mit allen Sinnen), und was nur in Gedanken existiert.
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